Traillage unter einem Laubengang.

Der französische Begriff "Traillage" kommt nach meinen Recherchen von dem lateinischen Wort 'Tralje'. Es bezeichnet die bogenförmige Metallrahmenkonstruktion, unter einem Laubengang oder unter einer "Laube" im wörtlichen Sinne einer Pergolalaube. Die Begrifflichkeit stammt aus den französischen Gärten, also aus formalen Gartenanlagen, wo schattige Laubengänge zu den typischen Gestaltungselementen gehörten.

Im Hausgarten fand man Laubengänge mit einfachen Holztraillagen zur Biedermeierzeit. Später ist diese Form der Gartengestaltung seltener geworden, was doch recht schade ist. Die Traillagen sind meist mit Hainbuchen bepflanzt. Interessanter werden sie, wenn sie mit Goldregen bepflanzt werden; besonders zur Blütezeit. Ähnliche Effekte (wie die hängenden Blütentrauben) erreicht man auch mit Glyzinien, die jedoch in der Pflege aufwendiger sind. Für den eigenen Garten bieten sich neben Rosen (Rosenlauben) auch Spalierobstarten (z.B. Birnen, Äpfel) für die Bepflanzung einer Traillage an.

Noch eine weitere Definition aus dem Lexikon: Im französischen Park bezeichnet die Traillage die in architektonische Formen geschorenen Hecken. Diese bilden Wände, Bögen, Nischen usw. Sie bezeichnet aber, wie oben schon beschrieben, nicht die Hecken an sich, sonderen deren Gitterunterbau.

Gartengestaltung
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Literatur & Quellen:

  • Lützeler, H.: Bildwörterbuch der Kunst, 2000.