Bequeme Gartenbänke
1) Idealer Sitzplatz im Park mit bequemen Bänken. Ich empfehle Rücken- und Armlehnen.

Ich habe in meiner Zeit als Friedhofsverwalter über Jahre hin genau beobachten können, welche Bänke auf dem Friedhof gern und oft benutzt wurden und welche nicht. Besonders ältere Menschen, die mit mancher körperlichen Einschränkung zu kämpfen haben, sind auf anatomisch gut abgestimmte Sitzgelegenheiten angewiesen. Wichtig ist dabei sowohl eine Rückenlehne als auch Armlehnen, siehe Bild 1). Ganz besonders wichtig ist aber die richtige Sitzhöhe, um ein leichtes Aufstehen zu ermöglichen.

Ob Sitzplätze im Freien angenommen werden, entscheiden zudem psychologische Aspekte. Eine Bank sollte gut sichtbar stehen und trotzdem ein wenig Deckung, wie die Bilder 1) und 4) dokumentieren, wenigstens rückseitig haben. Der Ruhende will vom Sitzplatz aus eine schöne Aussicht genießen und immer das umgebende Terrain einsehen können. Wiederum möchte er aber selbst nicht von allen Seiten betrachtet werden.

Wo platzieren?

Eine Parkbank sollte nie zu nah und auch nicht zu weit vom Weg abgerückt stehen. Der von mir empfohlene, optimale Abstand beträgt 50 Zentimeter.

Wer einen neuen Standort für eine Sitzgelegenheit plant, dem empfehle ich, über einen gewissen Zeitraum (2–6 Monate) eine leicht zu transportierende "Testbank" aufzustellen und zu beobachten, ob sie benutzt wird. Danach erst sollte man zu einer fest installierten Sitzmöglichkeit übergehen oder einen neuen Standort suchen.

Nicht nur für Senioren

Wenn wir in einem Park, im Außengelände einer altersgerechten Wohnanlage oder auch im eigenen Garten genügend Möglichkeiten haben, dann sollten wir mehrere unterschiedliche Sitzplätze einrichten.

Im Frühling kann das ein Ort sein, wo wärmende Sonnenstrahlen zum Verweilen einladen, auch wenn die Außentemperaturen noch nicht dazu geeignet sind. Dieser Platz kann sogar im Winter genutzt werden, wenn die winterliche Mittagssonne schon an Kraft gewinnt.

Im Sommer hingegen ist ein schattiger Platz von Vorteil. Wenn dann auch noch ein leichter Luftzug zu spüren ist, wird dieser Ort besonders gern aufgesucht. Da unter Laubbäumen auch bei großer Sommerhitze prinzipiell ein angenehmes Klima herrscht, ist ein schattenspendender Baum immer von Vorteil.

Im Spätsommer und Herbst hingegen werden die schräg einfallenden Sonnenstrahlen wieder geschätzt und sollte nur von wenig Schatten abgehalten werden.

Doch nicht nur Sonne und Schatten spielen eine wichtige Rolle, sonder auch die Wahl der umgebenden Pflanzen. Im folgenden Abschnitt beziehe ich mich auf alle diese einflussnehmenden Pflanzen. 



Achtung! Honigtau und Harz.

Nicht jeder Baum ist geeignet, als Schattenspender an einem Bankplatz zu stehen. Herabtropfendes Harz oder auch der sogenannte Honigtau* können mit ihrer klebrigen Konsistenz den Sitzplatz nicht nur verunreinigen sondern auch regelrecht unbenutzbar machen. Harz sondert der Baum vor allem an heißen Tagen ab und Honigtau wird von Blattläusen produziert, die im Hoch- und Spätsommer auf entsprechenden Bäumen überhandnehmen.

Besonders auf einem Friedhof sollte darauf geachtet werden, dass sich die Besucher nicht ihre Kleidung verschmutzen. Vor allem bei Beerdigungen und Trauerfeiern tragen die meisten Menschen bessere Kleidung als im Alltag, unter Umständen sogar den teuren schwarzen Anzug. Da ist es ärgerlich, wenn ein solches Kleidungsstück durch herabgetropftes Harz auf einer Bank ruiniert würde. Ich habe das in meiner langjährigen Tätigkeit als Friedhofsmeister leider alles schon erlebt. 

Den Honigtau haben wir recht oft bei Ahorn, Eiche, Pappel und besonders bei der Linde. Letztere ist ein beliebter Park- und Friedhofsbaum.

Baumharz tropft an heißen Hochsommertagen häufig von Fichten, Tannen und Kiefern herunter.

Das extremste Beispiel von Verschmutzung durch Harz erlebte ich nahe einer alten Weymouthskiefer (Pinus strobus), deren mit Harz bedeckten Zapfen und Nadeln bei Herbststurm regelmäßig auf eine Bank geweht wurden. Die Bank stand auf der Süd-Ost-Seite der Kiefer. Weymouthskiefern (Pinus strobus) sind wohl die schlimmsten Harzabsonderer überhaupt.

Und nicht zuletzt sind es die Früchte, die von Bäumen fallen und Ärger machen können. Kastanien, Eicheln aber auch viele Zapfen haben schon manchem Eigentümer Probleme bereitet. 

Ideale Sitzhöhe einer Park- oder Gartenbank

Mit Rücksicht auf Senioren und müde Wanderer sollte eine Parkbank eine Sitzhöhen von mindestens 48 bis 50 Zentimetern (optimale Sitzhöhe, nach meinen Beobachtungen und Tests) haben und prinzipiell mit Rückenlehne versehen werden. Ideal sind zudem Armlehnen, um das Aufstehen zu erleichtern.

So kann ein alter Mensch (oder auch ein junger mit Rücken- bzw. Knieproblemen) bequem Platz nehmen und vor allem auch wieder problemlos aufstehen, was im Bild 3) leider nicht der Fall ist. Zudem verbessern Lehnen allgemein das Design.

2) Ein Designerstück, aber absolut unbequem und nicht geeignet für Menschen, die Rücken- oder Knieprobleme haben.

Anstrich und Farbgestaltung

Über die Farbgebung dieser Kleinarchitekturen mag man sich streiten. Grüne Bänke im Grünen sind nicht immer der optische Knaller. Doch es kommt natürlich darauf an, was hervorgehoben werden soll. Steht die Umgebung im Mittelpunkt und soll die Bank selber nicht den Blickpunkt darstellen, so kann die Farbe ruhig zurückhaltend gewählt werden.

Rote Gartenbank aus Metallgitter3) Das Metallgitter reinigt sich überwiegend von allein.

Wer sich für leuchtende Farben entscheidet, wie im Bild 3) zu sehen, sollte wissen, dass im Frühling die Sitzgelegenheit durch Pollenflug verunreinigt werden kann und dann sehr verschmiert aussieht. Graue Farbtöne kaschieren das ein wenig.

Zwar kann ein kräftiger Regenguss leichte Verschmutzungen von der Bank spülen, aber das geschieht nur bei schmalen Latten vollständig. Garten- und Möbeldesigner bevorzugen häufig breite Holzbohlen, wie im Bild 2) zu sehen, doch praktisch ist das auch in dieser Hinsicht nicht. Bleibt eine Bank in der freien Natur dreckig, wird sie kaum benutzt.

Selbstreinigende Parkbänke

Absolut effizient in Bezug auf die "Selbstreinigung" sind nach meiner Beobachtung Parkmöbel aus Metallgitter, wie im Bild 3) zu sehen. Häufig als Liege aber auch als Bank sind sie in vielen Parkanlage zu finden, wo sie vielleicht jeder schon einmal gesehen hat. Sie sind sehr haltbar und und absolut pflegeleicht. Über den optische Mehrwert lässt sich natürlich streiten.

Da in Bezug auf die Selbstreinigung von Gartenmöbeln auch immer wieder Neuerungen auf den Markt kommen, will ich an dieser Stelle auf die Firme BEHNERTBÄNKE (Behnert GmbH) verweisen, die sich auch auf die Herstellung praktischer und pflegeleichter Friedhofsbänke spezialisiert hat. Wer für einen Park, einen Landschaftsgarten oder einen Friedhof Verantwortung trägt und vor der Aufgabe steht, Bänke anzuschaffen, sollte auch dieses Kriterium nicht außer Acht lassen. 

Noch eine letzte Gestaltungsidee für dich

Zum Ausklang noch ein Bild einer englischen Parkanlage, siehe Bild 4), die hainartig angelegt und deren Nebenwege durch eine durchgängige, begehbare Rasendecke ersetzt wurden. Wichtig ist mir der schön gewählte Sitzplatz in diesem Landschaftsgarten. Er ist rückseitig durch Strauchwerk geschützt und läd im Schatten zum Verweilen ein. 

Ohne Bankplatz würde diesem Bild etwas fehlen – oder? Wie sieht es in deinem Garten aus? Wäre nicht sogar eine Sitzecke im Vorgarten eine gute Gestaltungsidee?

Englischer Garten mit Parkbank 4) Englischer Garten mit Parkbank

*Das Thema Honigtau und Harz habe ich übrigens auch bei meinen Tipps zur Platzierung und Ausgestaltung von Parkplätzen erwähnt. Häufig wird bei der Auswahl der Bäume und bei der Bepflanzung zu wenig darauf geachtet.

[Zählmarke] [TJ.33.11] Thomas Jacob, 01.02.2014 · Durchgesehen im April 2026



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