Duftsteinrich im Rosenbeet

Wer ein kleines Rosarium im Garten anlegen möchte, sollte sich nicht nur für schöne Farben und Formen der Blüten entscheiden, sondern auch darauf achten, dass die Sorten alle ihren besonderen eigenen, angenehmen Geruch aufweisen. Da aber viele Sorten selten so duften, wie man das von der "Königin der Blumen" erwartet, so trickst der Gärtner nicht selten, um seinen Besuchern im Garten diese Illusion zu erhalten, und pflanzt Aromastauden in die Anlage. Den größten Effekt in Sachen falscher Aromen erzielt man mit Lobularia maritima, dem Duftsteinrich (Steinkraut). Dies ist eine relativ unauffällige einjährige Sommerblume, mit der man im einfachsten Falle die Gehölze unterpflanzt.

Duftsteinrich und Lavendel

Beetrosen und Lavendel RabattenLavendel passt immer!Lobularia maritima (auch Strand-Silberkraut, Strandkresse, Steinkraut) gibt es in verschiedenen Sorten bzw. Blütenfarben von weiß über rosa bis lilablau. Soweit mir bekannt ist, duften die weißen Sorten am intensivsten. Den Wohlgeruch würde ich als schweren Honigduft bezeichnen. Keinesfalls sollte man es aber mit dem Pflanzen von Aromastauden übertreiben. Rosen, die einen eigenen Duft haben, sollten diesen auch entfalten können und nicht von einem anderen Duft überdeckt werden.

Wer duftende Rosen gepflanzt hat und trotzdem noch eine Begleitpflanze sucht, die dazu passt, der ist mit Lavendel gut beraten. Die verschiedenen Aromen der Ziergehölze ergänzen sich gut mit dem der Lavendelstaude. Es heißt, dass Rose, welche mit Lavendel zusammengepflanzt werden, dadurch weniger von Blattläusen befallen werden. Das mag stimmen. Der Grund ist wohl, dass Rosen – wie auch der Lavendel – auf einem sonnigen und freien Standort besser gedeihen, als in stockiger Umgebung, in welcher gemeinhin die Pflanzen anfälliger gegen Schädlinge und Pilzbefall sind. Also: wo Lavendel gut wächst, tut es auch die Rose.

Goldlack

Eine andere Möglichkeit ist es, im Rosarium schon vor der Hauptblüte Düfte zu kredenzen. Diese Vorblüte wird dann von der der Edelgehölze abgelöst. Dafür ist Goldlack mein Geheimtipp. Erysimum cheiri (Goldlack) ist eine einjährige Gartenblume, die sich auch gut als Schnittblume eignet. Da sie ca. 60 cm hoch wird, muss sie auf ein separates Beet gepflanzt werden, um die Königin der Blumen nicht zu behindern. Zum Unterpflanzen eignet sich die Zwergform, die nur 25 bis 30 cm hoch wird. Goldlack blüht vom Frühjahr bis zum Frühsommer.

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Virginische Zaubernuss

So manche Rosensorte blüht auch noch bis in den Herbst hinein. Wer für diese eine aromatische Begleitpflanze sucht, dem empfehle ich Hamamelis virginiana (Herbstblühende Zaubernuss). Entdeckt habe ich dieses Phänomen im Dresdner Rosarium an der Elbe in der Nähe des Diakonissenkrankenhauses. Der Hamamelis steht absolut unauffällig in der Randbepflanzung. Der besondere Geruch der Blüten weht an die 3 m weit und niemand ahnt, dass dieser nicht von den Rosenblüten stammt.

Ein Exot aus China: Heptacodium miconioides

Ähnlich außergewöhnlich, wie die oben vorgestellte herbstblühende Zaubenuss, ist der sogenannte "Sieben Söhne des Himmels Strauch" (Heptacodium miconioides). Der kleine Baum stammt aus Zentralchina und kann ebenfalls als Randbepflanzung in einem Rosarium als aromatische Unterstützung dienen, wenn die Blüte langsam ausklingt.

Hat die Zaubernuss einen mehr ein intensives Arome, so verströmt Heptacodium miconioides einen leicht blumigen Fliedergeruch, welches die Würze der letzten Rosenblüten bereichert und nicht überlagert.

Impressionen aus dem Dresdener Rosengarten

Ein sonniger Oktobertag mit blühender Zaubernuss. (Eines meiner älteren Videos)