Blumenkohl Karfiol Eigenanbau

Einfach ist der eigene Anbau von Blumenkohl nicht, denn dieser ist ein ziemlich anspruchsvolles Gemüse. Da seine Ansprüche an Boden, Düngung und Pflege recht hoch sind, ist dieser Kohl damit also eine kleine Herausforderung für den fortgeschrittenen Heimgärtner. Und wenn der Anbau doch nicht gelingt, dann probiere ich Romanesco oder Brokkoli.

Standortansprüche

Düngung: Starke Stallmistdüngung oder Kompostdüngung. Der Boden muss gut gekalkt sein. Gegen die Versauerung des Bodens hilft auch das Einbringen von Holzasche, ein Kilogramm pro Quadratmeter oder 135 Gramm Gartenkalk pro Quadratmeter.

Boden und Lage: Nur warmer, kräftiger, durch frühere Düngung humusreich gewordener, feuchter Boden ist für dieses Gemüse geeignet. Eine der anspruchsvollsten Gemüsearten. Leichter Boden und geschützte Lage sind absolut optimal. Sommerblumenkohl ist besonders empfindlich und bedarf stets einer guten Wasserversorgung.

Aussaat, Pflanzung und Pflege

Aussaat: Nur in allerbester Saaterde! Günstig im Frühbeet, beziehungsweise im gut gelüfteten Frühbeet (Windschutz, denn hohe Luftfeuchte ist nötig).

Zeitpunkt der Saaten: Für die Frühkultur werden nach althergebrachter Kulturform die Samen Ende August des Vorjahres in den kalten Kasten gesät. Ende September wird im kalten Kasten auf fünf Zentimeter Abstand pikiert und dann die Jungpflanzen gedeckt überwintert (Bei stärkerem Frost dunkel mit Säcken und Planen abdecken). Bei gutem Wetter lüften!
• Diese dann vom 1. bis 5. April mit 50 bis 60 Zentimeter Abstand auf bestem Boden auspflanzen. Ernte Ende Juni, Anfang Juli.
• Für mittelfrühe Kultur Anfang März ins temperierte Frühbeet (Mistbeet) aussäen, vier Wochen später pikieren – auspflanzen. Ernte ab August.
• Für den Hauptanbau wird Ende April auf ein Saatbeet gesät, entsprechend pikiert (siehe oben) und bis Juni ausgepflanzt. Der späte Blumenkohl ist nicht mehr so empfindlich wie der frühe.

Pikieren und Auspflanzung: Etwa vier Wochen nach der Aussaat. Sobald sich die Blumenkohlpflänzchen pikieren lassen, werden sie auf vier bis acht Zentimeter Abstand verpflanzt.
Auspflanzung nur in bestem Boden (Dungerde) kultivieren. Ist dieser nicht vorhanden, wird an der Pflanzstelle eine 20 Zentimeter tiefe kleine Grube ausgehoben, diese mit Komposterde gefüllt und dort hinein gepflanzt. Zeitpunkt für die Pflanzung bitte oben entnehmen (Zeitpunkt der Saaten).

Pflanzabstände der Frühsorten 45 Zentimeter (3 Reihen auf ein Normalbeet) Spätsorten werden auf 55 bis 60 Zentimeter, zwei Reihen auf das Beet (Abstand der Reihen 80 cm) Die große, übrigbleibende Fläche muss durch Zwischenkulturen; zum Beispiel Salat, Gurken, ausgenutzt werden.

Blumenkohl im Kasten gepflanzt: Da Blumenkohl sehr empfindlich gegen Wind ist, kann man auch einen Holzrrahmen (30 cm hoch) um das Beet stellen und in diesem Kasten den Kohl enger pflanzen. Dafür eignet sich besonders gut die Sorte 'Erfurter Zwerg' mit Pflanzabstand von 40 x 40 Zentimeter. Die genannte Blumenkohlsorte eignet sich besonders gut für den Anbau im Kleingarten.

Pflege: Wiederholt behacken. Regelmäßig durchdringend gießen. So oft als möglich Dunggüsse, wenn möglich in der Ökovariante von aufgelöstem Kuh- oder Geflügelmist. Ansonsten verwendet man handelsüblichen Flüssigdünger jede zweite Woche. Sobald die Blumen teilweise ausgebildet sind, sind sie mit eingeknickten Blättern zu bedecken.

Blumenkohl im FrühbeetIdeal für die Nutzung des Frühbeetes im Sommer.

Ernte, Lagerung und Verwendung

Ernte: Von der ersten Aussaat Mitte bis Ende Juni, von der zweiten Juli bis August und von der dritten Mitte Oktober. Bei trockenem Boden wässert man nochmals drei Stunden vor der Ernte. Man kann Blumenkohl gut eine Woche lang lagern, indem man ihn ausgräbt und an den Wurzeln verkehrt herum an einem kühlen, dunklen Platz aufhängt

Verwendung: Als Suppengemüse oder selbständiges Gericht.

Tipp: Wenn dir der Anbau von Blumenkohl doch nicht gelingen sollte, dann probiere den Anbau von Romanesco oder Brokkoli. Noch einfacher ist die Kultur von Sprosskohl/Sprouting-Kohl.

[TJ.18.18] Zählpixel I ©Bildrechte und Text: Thomas Jacob, 25.7.2013