Fertige, duftende Apfeltaler im Backofen
Frisch und duftend schmecken sie am besten.

Wenn der Herbst uns mit Äpfeln überhäuft, stellt sich die Frage, wohin mit der Fülle, denn nicht alle Apfelsorten lassen sich lange lagern. Diese und auch Sorten, die rasch mürbe werden, eignen sich hervorragend zum Backen.

Wer nun nicht ständig einen Apfelkuchen backen möchte, ein schlichtes Rezept sucht und ein Gebäck benötigt, dass sich auch transportieren lässt und als Snack auf Arbeit, in der Schule oder im Kindergarten geeignet ist, sollte diese Apfeltaler ausprobieren

Was man alles aus Äpfeln machen kann

Natürlich denken wir bei der Verarbeitung von Äpfeln zuallererst an Apfelkompott, Apfelmus und Apfelringe. Mancher hat sich vielleicht auch schon an Apfelbrot, herzhaftem Apfel-Zwiebel-Chutneys oder sogar selbst gekeltertem Apfelsaft versucht.

Hier möchte ich eine ganz andere, schlichte,  aber umso effektvollere Variante vorstellen – eine, die so schlicht wie köstlich ist: Apfeltaler.

Apfeltaler – ein Geschenk aus übervollen Obstkörben

Das Rezept für diese schnellen kleinen Kuchen bekam ich vor Jahren selbst in genauso einer Apfel-Schwemme von einer Freundin. Sie stand damals mit einer Überfülle an Boskop vor der Tür, dankbar für jeden Abnehmer. Und, wie das Leben spielt, bekam ich nicht nur die Äpfel, sondern auch das passende Rezept gleich dazu.

Seitdem gehören Apfeltaler zu meinen liebsten Blitzrezepten: einfach, schnell und herrlich wandelbar.

166 400 gramm boskoopBoskoop. Ausgeschnitten haben am Ende 2 Äpfel 300 Gramm.

Grundrezept für Apfeltaler

Zutaten (für etwa 15 Stück):

  • 2 bis 3 Äpfel (säuerliche Sorten wie Boskoop eignen sich hervorragend) für 300 g geriebener Apfel
  • 100 g Zucker (bei sehr süßen Äpfeln etwas reduzieren) 
  • 100 g weiche Butter oder 25 ml Öl (ideal, wenn es schnell gehen muss und man nicht warten kann, bis die Butter weich ist)
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz  
  • 200 g Mehl
  • 1/2 TL Natron oder Backpulver
  • 3 EL Milch  
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Puderzucker 

Zubereitung:

  1. Äpfel waschen (die Schale kann dranbleiben) und auf einer Käsereibe reiben. Die kleinen Löcher produzieren eine breiige Struktur, die großen Löcher ergeben gröbere Späne, die für etwas mehr Biss im Gebäck sorgen. 
  2. Zimt und Vanillezucker unter die geriebenen Äpfel mischen
  3. Zucker, Salz, Ei und Butter bzw. Öl schaumig rühren
  4. Mehl und Natron sieben und unterrühren, Milch zugeben
  5. löffelweise die geriebenen Äpfel zugeben
  6. mit einem Esslöffel den fertigen Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben (Achtung! Die Taler laufen beim Backen etwas breit, deshalb nicht zu eng platzieren.)
  7.  bei 180°C 25 bis 30 min. goldbraun backen 
  8. fertige Taler mit Puderzucker bestreuen und am besten warm genießen

Varianten, die immer wieder für neue Geschmackserlebnisse sorgen

  • Rosinen im Teig für eine kleine Überraschung beim Reinbeißen
  • Vanillesoße zum Eintauchen für ein weiches, warmes Aroma
  • ein Esslöffel Rum, wenn es eine würzige Note sein darf
  • 2 bis 3 Esslöffel gehackte Nüsse für mehr Biss
  • eine Messerspitze Kardamom oder Muskat für einen winterlichen Geschmack  
  • Joghurt statt Milch, wenn du es etwas frischer und aromatischer magst
  • Vollkornanteil (etwa 1/4 bis 1/3), wenn es rustikaler werden soll

Die Apfeltaler lassen sich wunderbar abwandeln und werden nie langweilig. 

Eine kleine Idee und ein verblüffendes Ergebnis

Manchmal braucht es gar keinen großen Kuchen, keinen aufwendigen Nachtisch und keine Experimente im Einmachglas. Manchmal reicht ein Teller voll Apfeltaler, frisch aus dem Backofen, duftend nach Zimt und warmem Apfel.

Sie erinnern uns daran, wie wenig es braucht, um Überfluss in Freude zu verwandeln, und wie schön es ist, wenn alte Rezepte genau im richtigen Moment den Weg zu uns finden. So wird aus einer Stiege voll Äpfel ein kleines Glück für alle am Tisch.

Wenn du also das nächste Mal von der Natur oder deinem Gartennachbarn reich beschenkt wirst, greif zu Reibe und Teigschüssel und backe Apfeltaler.

Apfeltaler eingefostetGefrostet in der Tüte...

Tipp:

  • Die Apfeltaler lassen sich hervorragend in einem Gefrierbeutel einfrosten und einzeln wieder entnehmen, deshalb backe ich meistens gleich die doppelte Menge.
  • Im Backofen aufgewärmt schmecken sie wie frischgebacken.
  • Für kleine Portionen und wenn es schnell gehen muss, eignet sich zum Aufbacken auch der Toaster. Die Taler einfach in die Schlitze stecken und auf niedriger Stufe erhitzen.

Äpfel am Baum in warmer SonneÜberreiche Ernte. Septmber 2025.

[Zählmarke] [GJ.6.11] Texte und Bilder: Gisela Jacob, 3.12.2205

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