Prunus x yedoensis 'Shidare Yoshino', Trauerkirsche

Trauerkirsche

Der Flor der ungefüllten Zierkirsche ist weiß mit einem rosa Hauch durch den karminroten Blütengrund bedingt. Wenn das Gehölz nicht auf einem Stämmchen veredelt wäre, so würden die Äste flach auf dem Boden kriechen. In einem Felsgarten könnte man durchaus die unveredelte Form einen Felsen herabkriechen lassen. Im allgemeinen wird man sie allerdings als veredelte Trauerform pflanzen.
Der Baum bleibt verhältnismäßig klein und wird selten größer als vier bis fünf Meter. Als hochstämmig veredeltes Bäumchen verwendet man diesen "Trauerbaum" in Gärten oder auf Friedhöfen.

Das hier abgebildeten Exemplar habe ich Anfang April in einer städtischen Bepflanzung fotografiert, wo es als Solitär, also einzeln steht. Auch im Garten ist das Gehölz eher etwas für den Einzelstand, obgleich ich bei den höher wachsenden Prunus-yedoensis-Formen eher die Gruppenpflanzung empfehle. Prunus x yedoensis ist die typische japanische Zierkirsche, die beim dortigen Kirschblütenfest (Hanami) im Mittelpunkt stehen.

Punus yedoensis Shidara Yoshino BlüteDer Flor erscheint Ende März/Anfang April vor dem Balttaustrieb

Prunus yedoensis 'Ivensii'

Diese hängende Maienkirsche (im Bild unten zu sehen), welche der obigen sehr ähnelt, habe ich in einer Baumschule fotografiert, eben nur zur Sortenbestimmung. Der Flor dieser Hängeform ist rosa, hat fünf Blütenblätter und erscheint zur gleichen Zeit wie der der Sternmagnolie (Ende März/Anfang April).
Übrigens: Die Blütenform ähnelt hier mehr der einiger Prunus-subhirtella-Formen, der Frühlingskirschen, doch Prunus subhirtella selber könnte auch wieder nur ein Hybrid/Bastard anderer Arten sein. Im Grunde weiß wohl keiner der Botaniker bei den japanischen Kirschen recht Bescheid, wo die einzelnen Sorten ihren wirklichen Ursprung haben. Irgendwann werden wohl DNA-Analysen Licht ins Dunkel bringen.
[TJ.14.10] Zählpixel I ©Bildrechte und Text: T. Jacob, 15.12.2016

Prunus Yesoensis Ivensii Etikett und Blüten