Krisenvorsorge: Lebensmittelvorrat, Notvorrat anlegen

Notvorrat

Ein Übersichtsartikel von T. Jacob, 11.10.2013 (1/2024)
Zählpixel
Die Lagerhaltung von Lebensmitteln zur Krisenvorbereitung ist zwar ein aktuelles Thema, doch auch ohne zu erwartende Notsituationen ist es empfehlenswert, daheim ein kleines Lebensmittellager anzulegen. Im einfachsten Falle wäre es dir schon eine große Hilfe, wenn du eine Woche lang richtig krank im Bett liegst. Dann ist jede zusätzliche Arbeit im und außer Haus eine Last. Nichts wäre dann leichter, als eine Dose Hühnersuppe (die gibt's auch ohne Glutamat) aufzumachen und zu erhitzen. Das dauert mit Servieren keine 10 Minuten.

Der zweite Grund für die Lagerung von Nahrungsmitteln und eine durchdachte Vorratswirtschaft ist der, dass du mit der Zeit automatisch viel weniger einkaufen gehst. Wer weniger einkaufen muss, der spart viel Geld (denn man kauft bei jeder Shoppingtour oft auch überflüssige Dinge ein), und wer mit dem Auto nicht extra losfahren muss, der spart Benzin und schont die Umwelt.

Der dritte Grund für die Bevorratung wäre natürlich die allgemeine Krisenvorsorge, wobei vermutlich schon ein längerer Stromausfall eine heftige Kurzzeit-Krise auslösen könnte. Egal, ob durch Stromausfall, durch Terror, Bürgerkrieg, Pandemie oder sonst irgendwelche Auslöser – immer ist das Problem die sofort entstehende Gewalt (besonders in großen Städten), wenn die Versorgung der Menschen über die Supermärkte nicht  mehr gewährleistet ist. Wenn erst einmal der Mob auf den Straßen tobt**, dann ist es ein großer Vorteil, nicht auf die Straße gehen und am Supermarkt anstehen zu müssen. Das ist neben der gesicherten Nahrungssicherheit der Hauptvorteil der angeratenen Bevorratung
Übrigens solltest du aus letztgenanntem Grunde daheim immer etwas Bargeld vorrätig haben, aber nicht nur große Scheine. Klug ist es überhaupt, wieder mehr Bargeld zu benutzen. Mit der Geldkarte hinterlässt du für unsere Überwachungsstaaten und sicher auch für deine Hausbank ein Bewegungs- und Konsumentenprofil. Wer überwacht wird ist nicht frei. Freiheit wird einem aber nicht gegeben. Man muss sie sich nehmen! Fang heut noch damit an.
In Krisenzeiten sind Zigaretten das wichtigste Zahlungsmittel! Ebenso hochprozentiger Alkohol.

Weiter im Thema:

Notvorrat-Liste vom Bundesministerium

Bekannterweise hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine umfangreiche Liste für einen Notvorrat aufgestellt: www.ernaehrungsvorsorge.de. Diese Liste ist schon sehr informativ, aber irgendwie unübersichtlich.

Eine grobe Checkliste für alle wichtigen Dinge in einem echten Krisenfall habe ich hier zusammengestellt (Link anklicken). Dort sind auch die wichtigen Tipps zu den wichtigsten Bevorratungen für die Hygiene. Bei länger anhaltenden Krisen ist die vernachlässigte Hygiene das größere Problem, als zu wenig Nahrung.

Tipp für Anfänger: Erste Einkäufe für einen "Notvorrat"

  • Minimum: ein bis zwei Kästen Mineralwasser pro Person immer vorrätig halten (für den den Mann einen Kasten Bier prinzipiell), bzw. der zweite Kasten Mineralwasser pro Person kann mit Leitungswasser gefüllt aufbewahrt werden
  • leere Behältnisse (PET-Flaschen) sollten vorhanden sein, um sie mit Wasser befüllen zu können
  • zuerst Konserven kaufen, aber nur Lebensmittel, die einem schmecken und die vor Ablauf des Verfallsdatums verwertet werden können. z.B.: Dosen Fertiggerichte (Gulasch, Nudelsuppe, usw.). Würstchen im Glas/Dose, weitere Konserven (Fisch, Kompott, Pilze, Gemüse) - es zeigt sich bald, was man im Alltag verwertet
  • trockene Lebensmittel, wie Reis und Nudeln sind leicht und sehr lange zu lagern
  • Reis zu kochen bedarf wenig an Energie!
  • prinzipiell sollte man mehr Trockenbohnen, -Erbsen, Graupen, Linsen u.ä. vorrätig haben und damit auch viel mehr kochen (siehe Rezepte)
  • Mehl, Zucker und Salz hat immer reichlich vorrätig zu sein
  • reichlich Pflanzenöl (im Schnitt 1 1/2 Jahre haltbar) vorrätig halten
  • schmackhafte energiereiche Wurstkonserven, die zum Verzehr nicht erhitzt werden müssen
  • Sonstiges: Kerzen, Streichhölzer, Toilettenpapier und viele Mülltüten! kaufen
  • evtl. Tierfutter
  • Medikamente

P.S. Der Autor hat schon 2010 mit einer Vorratswirtschaft begonnen, sowie mit der Selbstversorgung aus dem Garten, die sich in der normalen Lebensführung bestens bewährt. Diese Erfahrungen sind hier eingeflossen, sowie selbst erlebte Katastrophenfälle mit drei Monaten Stromausfall. 2013 ist diese Infoseite entstanden und im August 2016 hat der deutsche Bundestag beschlossen (wohl wissend warum) dass die Bevölkerung nun besser auf "Notfälle" vorbereitet werden sollte. Wer die Thematik vorher nicht besonders ernst genommen hat, der sollte es jetzt tun! Es geht vermutlich nicht um zu überstehende Stromausfälle. Der Autor vermutet eher einen kommenden Welt-Finanz-Crash mit Chaos und Terrorkrieg  in vielen zentraleuropäischen Großstädten. Die Russen werden uns nicht angreifen.

StillWorksImagery EinmachgläserKrisenvorsorge und Lebensmittellagerung kann auch mit etwas Stil erfolgen. Schöne Gläser sammeln und dort Reis, Nudeln, Trockenbohnen, usw. aufbewahren und dekorativ platzieren.

Man wird nicht immer alles Wichtige vorrätig haben. Mach dir für den Ernstfall noch eine Einkaufsliste, für dasjenige, was in sich im anbahnenden Krisenfall in letzter Minute alles noch erledigt und gekauft werden muss. Eventuell sind Aufgaben noch schnell an Familienmitglieder oder Freunde zu delegieren. Jeder Mensch reagiert kopflos, wenn im Notfall noch Aufgaben vor sich hat. Checklisten sind absolut wichtig!!!
— **Das betrifft in der Regel nicht die ländlichen Gebiete, doch um so mehr Großstädte. [TJ.8.11]