Terrassenmuster (Pflasterungen) – Beispiele

Terrassenmuster Kreispflasterung

Das Platten- oder Pflastermuster auf der Terrasse ergibt sich häufig aufgrund des Belages von selbst. Daher sollte man sich zuerst darüber Gedanken machen, welchen Steinbelag man verwenden möchte, bevor man über Muster und Verlegetechnik nachdenkt. Die Gestaltung der Veranda sollte ebenso zum Stil der Gartengestaltung und wie auch zum Haus passen. Ich zeige im Folgenden ein paar grundlegend Beispiele von interessanten Flächenbelägen.

Eine erste Entscheidungshilfe für die Materialauswahl ist die, dass man schaut, welche Steine man traditionell in der örtlichen Umgebung verwendete. Daraus ergeben sich dann die Ideen für dein Projekt: Da z.B. im Norden viel mit Klinkersteinen gearbeitet wird, bietet sich eine Verlegung dieser Steine im Fischgrätenmuster an. Das ist zugleich die haltbarste Variante für Klinker. Ein absolut bewährter Klassiker. Doch natürlich sind auch andere Versatzarten möglich; hier sind sie aufgezeigt.

So gibt es also die verschiedensten traditionellen Baustoffe, die wir einbeziehen können. Zeitloser ist das Verlegen von Platten. Hier sollte man jedoch weniger mit verschiedenen Farben experimentieren. Höchstens die Umrandung kann andersfarbig abgesetzt werden. Lebendiger wird das Gartenprojekt aber durch Materialkombinationen:

Mosaikpflaster und PlattenUnregelmäßiger Versatz ist einfacher umzusetzen, als ein formaler Plattenbelag.

Kombination von Materialien

Eine weitere Möglichkeit, wie sie oft genutzt wird, ist die Kombination von großformatigen Steinplatten und kleinen Pflastersteinen bzw. Mosaikpflaster (kleinformatige Steine). Wer will, der kann an Stelle der Pflaster auch Kiesel verwenden. Terrassenbefestigungen aus Kieseln mit verschiedenartigsten Mustern sind vor allem aus den chinesischen Gärten bekannt.

Mosaikpflaster KieselpflasterEinfaches Kieselmuster

Du kannst dir dort gute Anregungen für dein Gestaltung holen. Original chinesisch gestalte Gärten gibt es einige in Deutschland. Von ihnen habe ich viele Bilder in meinem Bilderarchiv zusammengestellt. Wer den Bodenbelag etwa natürlicher haben möchte, der verwende die sogenannten Polygonalplatten (unregelmäßige Bruchplatten). Auch diese lassen sich mit andern Materialien wie Kiesel oder Mosaiksteinchen mischen.

Kalsksteinplatten NatursteinpflasterPolygonalplatten (Kalkstein) und Kleinpflaster

Betonpflaster ist besser als sein Ruf

Zum Schluss sei das Betonpflaster erwähnt. Ich finde es sehr gut, weil es rutschfest ist. Das kann man bei Natursteinen (bei Nässe oder Moosbewuchs) nicht immer erwarten. Die Hersteller von Betonsteinen bieten vielerlei vorgefertigte Ornamente oder farbig abgesetzt Steine in unzählig vielen Formaten an. Man kann Betonplatten oder Betonpflastersteine aber auch sehr gut mit Naturstein kombinieren.

Schlussgedanken

Prinzipiell finde ich homogene Strukturen gediegener als irgendwelche Einzelornamente. Ausgenommen sei der Kreis, der im Beispiel Bild 1 zu sehen ist. Besser, als sich auf komplizierte Muster im Bodenbelag zu konzentrieren, wäre es, einen Blickpunkt zu schaffen. So könnte sich neben der Veranda ein Blickziel befinden, wo sich das Auge fängt. Das kann z.B. eine Gartenskulptur sein, die gut von der sonst leeren Fläche ablenkt.
Bei der Auswahl von einem  Flächenbelag sollte auch bedacht werden, dass helle Farben mitunter bei Sonnenschein sehr blenden können.

WildpflasterP.S. Für Selbemacher bieten sich auch Restmaterialien zum Verlegen an.

Natürlich fällt am Ende die Wahl auch auf das Flächenornament, welches ich mit meinen Mitteln und Fähigkeiten umsetzen kann. Tipps zur Projektumsetzung mit Platten findest du hier. Und für das Verlegen von anderen Formaten (wie im Wegebau) ist hier die Anleitung.