Heilpflanze Wiesen-Storchschnabel, historische Abbildung

Wiesen-Storchschnabel, Geranium pratense: Die langen, spitzen, leicht nach unten gebogenen Früchte der Pflanze erinnern an Schnäbel von Störchen und gaben unserer wohl prächtigsten Wildpflanze ihren Namen. Bevor die Samen jedoch erscheinen, trägt der Wiesen-Storchschnabel hübsche blau bis violette große Blüten, die sogar essbar sind und an denen er, wie an den charakteristischen weichen, doppelt fiederspaltigen, meist 7-lappigen Blättern (die auch essbar sind) leicht zu erkennen ist.

Jede Blüte besitzt 5 breite Kronblätter. Die markanten dunkleren, strahlenförmig angeordneten andern Blätter, die diese durchziehen, dienen Bienen zur Orientierung, damit sie besser den Nektar aufspüren.

Die an der Spitze der Früchte – im Schnabel – reifenden Samen werden durch einen Schleudermechanismus verbreitet.

Der Wiesen-Storchschnabel gedeiht auf allen Arten von Wiesen der tieferen und mittleren Lagen und blüht von Juni bis August/September. Während dieser Zeit wird er auch gesammelt und getrocknet.

Heilwirkung

Er wirkt heilend bei Angina, Blutungen verschiedener Art, Gelbsucht, schwerer Darmgrippe. Äußerlich angewandt bei Ausschlägen, Geschwüren und Fisteln als Auflage der zerquetschten Pflanze.

Für Tee einen bis zwei Teelöffel des getrockneten Krauts der Heilpflanze auf einen Viertelliter (1/4 l) Wasser aufbrühen, fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und abseihen.

Derselbe wächst auf Wiesen, deshalb Wiesen-Storchschnabel genannt, ist 10 cm hoch, hat lange Schnäblein.

Anwendung: Für Schlaflosigkeit, Fettleibigkeit, Gemütsstimmung als Tee genossen. Zu Umschlägen für geschwollene Brust der Frau auch für Feigwarzen anzuwenden.

Literatur & Quellen:

  • Bild und Zitat nach historischer Buchvorlage: Brunnfels, O. / Pfeffermann / Gleitsmann, E.: Das Buch der Kräuter, Verlag Urbania-Gesellschaft, Dresden, um 1920
  • Wegweiser durch die Natur, 2000