Kirschlorbeer

Prinzipiell sollte man sie zwei- bis dreimal pro Jahr schneiden, denn die meisten Gehölze treiben im Mai aus und wachsen dann kräftig bis Mitte Juni. Ein zweiter Wachstumsschub findet im August statt. Dieser ist allerdings schwächer, als der im Mai. Das öftere Kupieren hat viel Vorteile, wie etwa das leichtere Entsorgen der Grünabfälle. Junge Triebe können kompostiert werden – ältere muss man aufwendig schreddern.

1. Die übliche Schnitt-Variante: Wer es zweimal schafft, seine Büsche zu schneiden, der tue das im Juni und Ende August.

2. Die Spar-Varianten: Wer nur einmal im Jahr Zeit für Schnittarbeiten hat, wähle dafür den Monat Juli. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, weil in dieser Zeit oft Vögel in den Gehölzen brüten und ihre Jungen aufziehen (Amseln). Wenn man den Schnitt im Sommer verpasst hat, dann ist das nicht so schlimm, und der Schnitt kommt auch noch im Herbst oder Winter zurecht.

Überalterte oder verwilderte Hecken kann man prinzipiell im Herbst oder Winter schneiden. Allerdings ist das nur bei laubabwerfenden Gehölzen ein günstiger Zeitpunkt. Wer immergrüne Koniferen verjüngen bzw. stark einkürzen möchte, der sollte das im Mai, kurz vor deren Austrieb tun.

3. Die clevere Variante: Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit, Hecken zu pflegen. Gehölze haben die Eigenschaft, dass sie, wenn man sofort den jungen Maitrieb kürzt, dann ihre Wüchsigkeit insgesamt reduzieren. Dieses Prinzip machen sich z.B. die Japaner zunutze, wenn sie ihre Bonsaibäumchen kultivieren. Wer also gleich im Mai die weichen Triebe seiner Hecke stutzt, der hat dann zwar im Juni und im August noch einmal etwas Arbeit. Dabei sind die kaum verholzten Austriebe sind viel leichter zu schneiden und sie können, wie oben schon erwähnt, auch kompostiert werden. Außerdem ist das Volumen des Schnittgutes ist auch wesentlich weniger als beim Einmal-Schnitt im Juli. Das interessiert sicher diejenigen, welche eine Abfalltonne für Bioabfälle (Braune Tonne) benutzen.

Übrigens: Die Variante Nr. 3 ist auch diejenige Technik, mit der man Buchsbaumfiguren oder Formgehölze schneidet.