'Albertine' – der stark duftende Rambler

Eine stark duftende hellrosa Rankrose aus den 1920er Jahren ist die 'Albertine Rosa', auch kurz 'Albertine' genannt. Der Züchter der einmalblühenden, jedoch sehr blühwilligen Schönheit ist René Barbier (1845–1931). Besondees markant ist ihr  herrlicher Duft, wobei zu bemerken ist, dass nicht sehr viele Rosensoren auch duftende Blüten hervorbringen.

Da die Rose weniger bekannt ist, ist sie mehr ein Liebhaberstück für Sammler.

Entstanden aus der Rosa wichuriana X 'Mrs Arthur Robert Waddell' gehört 'Albertine' zu den Ramblern (Kletterrosen). Aufgrund ihrer dünnen Triebe benötigt sie ein Rankgerüst, um nach oben zu wachsen. So kann sie eine Höhe von drei bis vier Metern erreichen.

Rambler Albertine im Verblühen
Im Verblühen schwindet die Blütenpracht. Der volle Duft noch nicht.

Pflanzensteckbrief: 'Albertine'

  • Rosengruppe: Rambler
  • Züchter: Barbier, 1921
  • Blütenfarbe: Kräftig rosa bis zartrosa
  • Blütenausformung: Nostalgische Blütenform; Blüten wachsen in Büschelform
  • Blütezeit: einmalig
  • Duft: stark
  • Wuchsform, Laub: Stark wachsend; kleine glänzende, dunkelgrüne Blätter
  • Wuchshöhe etwa: Bis zu 4 Meter
  • Winterhart: Ja, verträgt bis zu -17 °C
  • Verwendung: Bepflanzung von Rankgittern, Pergolen
  • Besonderheiten:
  • Bezugsquelle: Im Handel gut erhältlich.

'Albertine Rosa' ist eine typische Rose für die Bepflanzung von Bögen, Rankgitteren oder Pergolen und passt überhaupt sehr gut in romantisch angelegte Gärten.

Unter solchen versteht man durchaus auch architektonisch angelegte Gartenanlagen, die als Kontrastprogramm zu deren geraden Linien üppigste Bepflanzung benötigen, welche diesen architektonischen Rahmen durchbrechen sollen, wie etwa hier im Bild.

Malerischer Architekturgarten mit üppiger Blumenbepflanzung.
Malerischer Architekturgarten mit üppiger Blumenbepflanzung um 1920.

Quellen und Ergänzungen

[1] René Barbier (1845–1931) war ein einflussreicher französischer Rosenzüchter und Mitbegründer des renommierten Zuchtbetriebs Barbier & Cie in Orléans, der um die Wende zum 20. Jahrhundert weltweite Berühmtheit durch die bahnbrechende Kreuzung der ostasiatischen Wildrose Rosa Wichuraiana mit modernen Edelrosen erlangte. Die daraus hervorgegangenen Wichuraiana-Hybriden – darunter Klassiker wie ‚Albertine‘, ‚Albéric Barbier‘, ‚François Juranville‘ und ‚Paul Transon‘ – revolutionierten die Gartengestaltung des späten Historismus und Impressionismus; sie zeichneten sich durch außergewöhnlich starken Wuchs, glänzendes, mehltauresistentes Laub und ein reichblühendes, oft elegant gefülltes Blütenspektrum aus, was die moderne Gruppe der Kletterrosen (Rambler) maßgeblich prägte und das Erbe der Baumschule Barbier bis heute in historischen Gartenanlagen weltweit lebendig hält.

[2] Englischer Gärten, nach Zeichnungen von George S. Elgood mit Anmerkungen von Gertrude Jekyll (Gertrude Jekyll, Some English Gardens, London: Longmans, Green & Co 1904, Some english Gardens, After Drawings by George S. Elgood with notes by Gertrude Jekyll)

This article was updated on

Related post

Hinweis: Zur Messung der gesetzlichen VG-Wort-Vergütung wird ein Zählpixel mit Session-Cookie gesetzt. --> Datenschutz