Liebesgedichte

Frühlingslandschaft

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff (1788 – 1857) gilt als ein sehr bedeutender Dichter und Schriftsteller der deutschen Romantik. Das vorliegende Liebesgedicht des Lyrikers wird mitunter auch unter der Überschrift "Gedanken sind frei" zitiert. Ob das kurze Gedicht wirklich nur auf eine geheime Liebe verweist, ist deshalb nicht erwiesen. Eichendorff war ein Gegner Napoleons und kämpfte im gleichen Lützowschen Freikorps wie der Dresdner Dichtergenosse Theodor Körner.

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Egmont und Clärchen, Zeichnung von Angelika Kauffmann

Ein sehr kurzes Gedicht vom Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe, dessen "Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt" sprichwörtlich wurde. Die Verse (Klärchens Lied) stammen aber aus einem Theaterstück mit dem Titel "Egmont" (3. Aufzug, 2. Szene). Dabei handelt es sich um ein Trauerspiel, welches Goethe 1775 zu schreiben begann und erst zwölf Jahre später beendete.
Im vorliegenden Beitrag findet sich eine Interpretation dieser doch recht düsteren Verse, die zumindest dann schwierig zu fassen ist, wenn die Deutung positive Aspekte beinhalten soll.

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Amor und Minerva

Es folgt ein Gedicht, welches sich um den römischen Liebesgott rankt. Der kindliche Knabe, der mit seinen Pfeilen das unstillbare Liebesbegehren weckt, wird von Minerva, der Göttin der angewandten Wissenschaft, arg zurechtgewiesen, weil er wohl nie erwachsen werden will. Der freche Knabe bittet sie (in der griechischen Version auch Pallas Athene genannt) von ihrer Weisheit abzugeben, doch sie verneint – denn die Fähigkeit des tiefgehenden Verständnisses von Zusammenhängen in Natur, Leben und Gesellschaft muss man sich selber aneignen.

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